17 Gießener reisen nach Wenzhou – und sind von den Zügen begeistert

Beitrag im Gießener Anzeiger vom 01.07.2026

Der Verein zur Förderung der Städtepartnerschaft Gießen-Wenzhou hat eine Bürgerreise nach China unternommen. Die Teilnehmer zeigten sich beeindruckt von der Pünktlichkeit der Schnellbahnen.

Die Gießener Besuchergruppe vor dem Hauptgebäude der Wenzhou International Language School

Die Gießener Besuchergruppe vor dem Hauptgebäude der Wenzhou International Language School

Gießen – 17 Teilnehmer des Vereins zur Förderung der Städtepartnerschaft Gießen-Wenzhou haben vom 21. bis 30. Mai eine Bürgerreise nach China unternommen. Wie aus einer Mitteilung des Vereins hervorgeht, führte die zweite Bürgerreise dieser Art unter dem Motto „Pulsierende Metropolen – Wenzhou, Peking und Shanghai“ durch drei der bedeutendsten Städte des Landes.

Die Reise begann in Peking, wo der Besuch des Sommerpalastes, des Platzes des Himmlischen Friedens, der Verbotenen Stadt und des Himmelstempels kulturelle Einblicke in die Geschichte der chinesischen Hauptstadt ermöglichte. Auch das Olympiastadion „Vogelnest“ stand auf dem Programm. Ein besonderer Programmpunkt war der Ausflug zur Großen Mauer bei Mutianyu. Die Gruppe besichtigte die Anlage und nutzte eine Seilbahn, die weite Ausblicke über die Umgebung eröffnete.

Anschließend reiste die Gruppe in die Partnerstadt Wenzhou, wo der stellvertretende Direktor des Büros für Auslandsangelegenheiten, Lou Liaofan, die Teilnehmer empfing. Dabei übergaben sie eine Grußbotschaft von Oberbürgermeister Becher. Wenzhou zählt rund 9,8 Millionen Einwohner. Zu den Stationen in Wenzhou gehörten die International Language School sowie die Anlagen eines international tätigen Drohnenherstellers.

In Hangzhou, der mit zwölf Millionen Einwohnern drittgrößten Stadt Chinas, unternahm die Gruppe eine Bootsfahrt auf dem Westsee und besuchte eine traditionelle Teeplantage. Den Abschluss bildete Shanghai mit einer Hafenrundfahrt auf dem Huangpu-Fluss sowie Besuchen der modernen Skyline und der wieder errichteten historischen Altstadt.

Die Reisen innerhalb Chinas erfolgten per Flugzeug oder Schnellbahn. Die Teilnehmer zeigten sich von der Pünktlichkeit der Züge beeindruckt sowie von den Bemühungen der Gastgeber, den Kraftfahrzeugverkehr in den Metropolen zu regulieren und auf Elektroantrieb umzustellen. Geplant hatte die Reise Vereinsvorsitzender Joachim Scheerer, organisiert hatte sie das Reisebüro SR Travel aus Gießen.

Der Verein betonte, die Reise habe die partnerschaftlichen Beziehungen zwischen Gießen und Wenzhou über den regelmäßigen Schüleraustausch hinaus gestärkt. Weitere Bürgerreisen, an denen auch Nichtvereinsmitglieder teilnehmen können, seien in Planung. Zudem solle es noch eine Informationsveranstaltung zu dieser Reise geben.

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